Molybdän

Was ist Molybdän?

Molybdän ist ein essenzielles Spurenelement, das im menschlichen Organismus zahlreiche Funktionen erfüllt und deshalb täglich mit der Nahrung zugeführt werden sollte. Der Körper besteht dabei in der Regel zu acht bis zehn Milligramm aus Molybdän, wovon sich der Großteil in den Knochen und der Leber befindet.

Funktionen von Molybdän

Molybdän ist zum einen Bestandteil des Xanthinoxidase-Enzyms, das für den Aufbau der antioxidativ-wirkenden Harnsäure und für den Transport von Eisen im menschlichen Körper zuständig ist. Zum anderen ist Molybdän als Bestandteil des Sulfitoxidase-Enzyms am Abbau schwefelhaltiger Verbindungen wie Methionin, Cystein, Taurin und Glutamin beteiligt.

Molybdän in Nahrungsmitteln

Das Spurenelement ist vor allem in Sojamehl (180 µg/100 g), Rotkohl (120 µg/ 100 g), weißen Bohnen (100 µg/100 g) und Kartoffeln (bis 85 µg/100 g) enthalten. Aber auch Reis, Nudeln, Erbsen, Spinat, Hühnerfleisch, Eier und grüne Bohnen sind gute Molybdän-Quellen.

Molybdän-Bedarf

In der nachfolgenden Tabelle sind die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Molybdän dargestellt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass individuelle Lebensweisen und körperliche Beschwerden den Molybdän-Bedarf erhöhen können, sodass die Zufuhr angepasst werden muss. Ein Mangel an Molybdän kann sich dabei in Haarausfall, Müdigkeit, Karies, Nierensteinen und Fertilitätsstörungen äußern.

Zufuhrempfehlungen der DGE für Molybdän

Lebensalter Zufuhrempfehlung (µg/d)
0 bis 4 Monate 7
4 bis 12 Monate 20 bis 40
1 bis 4 Jahre 0,5 bis 1
4 bis 7 Jahre 30 bis 75
7 bis 10 Jahre 40 bis 80
ab 10 Jahre 50 bis 100

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