Vier vegane Proteinpulver stellen sich dem Vergleich

Veganes Proteinpulver im Test

Welches ist das beste vegane Proteinpulver 2018?

Dank einer immer breiter werdenden Produktpalette müssen Veganer kaum noch auf etwas verzichten – auf hochwertige Eiweißlieferanten schon gar nicht: Vegane Mehrkomponenten-Proteinpulver beinhalten Eiweiß satt. Aber welches Produkt ist das beste? Unser Vegan Protein Test verrät es dir!

Vor allem Sportler, die sich vegan ernähren, setzen auf vegane Proteinpulver, um Teile ihres hohen Eiweißbedarfes zu decken. Denn der Körper braucht Eiweiß, um die Muskulatur aufzubauen bzw. zu erhalten, und mitunter ist es einfacher einen Proteinshake zu trinken, um auf die benötigte Eiweißmenge zu kommen. Aber auch Sportler mit einer Laktoseintoleranz entscheiden sich oft für Veganes Proteinpulver, da es mit Sicherheit keine Milchanteile enthält und für sie somit leichter verträglich ist. In den allermeisten Fällen – wie bei den vier Produkten in unserem Test – ist veganes Eiweißpulver noch dazu glutenfrei.

Alle vier von uns getesteten veganen Proteinpulver haben den Geschmack Schokolade, denn dieser ist neben Vanille der beliebteste und wird am häufigsten gekauft. Darüber hinaus handelt es sich bei den vier Produkten um Mehrkomponenten-Proteine, das heißt, sie beinhalten verschiedene Proteinquellen. Dadurch decken sie das gesamte Spektrum von esentiellen Aminosäuren inklusive BCAA ab und stehen Eiweißpulvern aus tierischen Lebensmitteln in nichts nach. Suchst du vegane Proteinpulver, die nur aus einer Eiweißquelle bestehen, schau dir mal das Kapitel zu weiteren veganen Proteinpulvern an.

3-Blend Protein + BCAA

Mit dabei im Vegan Protein Test: Das 3-Blend Protein + BCAA von Be Green

Hersteller: Be Green Organic
Bio: Nein
Rohkostqualität: Ja
Protein-Lieferanten: Reis, Erbsen, Chiasamen
Chemical Score (CS):[1] 156
Protein/100 g: 77 g
BCAA/100 g Protein: 27 g
Kohlenh./100 g: 3,1 g
Fett/100 g: 5,7 g
Weitere Geschmäcker:[2] 4
Besonderheiten:
Höchster Protein- u. BCAA-Gehalt
Preis/1 kg:[2] 35,99 €

Plantforce Synergy Protein

Mit dabei im Vegan Protein Test: Das Plantforce Synergy Protein von Third Wave Nutrition

Hersteller: Third Wave Nutrition
Bio: Nein
Rohkostqualität: Ja
Protein-Lieferanten: Reis, Erbsen, Hanf
Chemical Score (CS):[1] 112
Protein/100 g: 66 g
BCAA/100 g Protein: 20 g
Kohlenh./100 g: 5,9 g
Fett/100 g: 6,6 g
Weitere Geschmäcker:[2]  2
Besonderheiten:

Preis/1 kg:[2] 43,74 €

Vegan Protein 3K

Mit dabei im Vegan Protein Test: Das Vegan Protein 3K von nu3

Hersteller: nu3
Bio: Nein
Rohkostqualität: Nein
Protein-Lieferanten: Erbsen, Hanf, Reis
Chemical Score (CS):[1] 137
Protein/100 g: 70 g
BCAA/100 g Protein: 18,3 g
Kohlenh./100 g: 4,5 g
Fett/100 g: 5,4 g
Weitere Geschmäcker:[2]  3
Besonderheiten:
Bester Preis
Preis/1 kg:[2] 19,99 €

Warrior Blend Bio

Mit dabei im Vegan Protein Test: Das Warrior Blend BIO von Sunwarrior

Hersteller: Sunwarrior
Bio: Ja (US-Label)
Rohkostqualität: Ja
Protein-Lieferanten: Erbsen, Hanf, Goji-Beeren
Chemical Score (CS):[1] 163
Protein/100 g: 64 g
BCAA/100 g Protein: 24,8 g
Kohlenh./100 g: 4 g
Fett/100 g: 6 g
Weitere Geschmäcker:[2] 2
Besonderheiten:
Höchster CS, Bio-Qualität (US-Label)
Preis/1 kg:[2] 57,78 €

[1] Chemical Score berechnet anhand des Referenz-Proteins von FAO/WHO aus dem Jahr 1985.
[2] Bezogen auf Angebot im nu3 Shop.

Stand: 27.03.2018

Disclaimer: Dieser von nu3 durchgeführte Produkt-Vergleich bildet eine Auswahl unter den im nu3 Shop beliebtesten Produkten ab und beansprucht in seiner Aussagefähigkeit daher keine Allgemeingültigkeit für alle auf dem Markt befindlichen Whey-Protein-Produkte.

Den Kampf um den ersten Platz im Vegan Protein Vergleich tragen drei Produkte unter sich aus: Das 3-Blend Protein + BCAA von Be Green, das Vegan Protein 3K von nu3 und das Warrior Blend Bio von Sunwarrior. Man kann es auch anders formulieren: Das Plantforce Synergy Protein von Third Wave Nutrition kann mit seinen Konkurrenten nicht ganz mithalten, da es in keinem Punkt hervorsticht.

Darum gewinnt das 3-Blend Protein von Be Green

Alles in allem hat das vegane Proteinpulver von Be Green Organic die meisten Pluspunkte auf seiner Seite:

  • Höchster Proteingehalt
  • Die meisten BCAA
  • Die meisten Geschmacksvarianten
  • Geringster Kohlenhydratgehalt

Beim Chemical Score erreicht das Pulver mit 156 einen sehr hohen Wert, der nur vom Warrior Blend noch einmal übertroffen wird. Und da das 3-Blend Protein von Be Green das alles auch noch zu einem fairen Preis bietet, gewinnt es unseren Vegan Protein Test.

Für den Gesamtsieg reicht es zwar nicht, dafür setzt sich das Vegan Protein 3K in der Kategorie Preis-Leistung klar durch: Für einen Kilo-Preis, der 16,00 € (!) unter dem des Pulvers von Be Green liegt, bekommt man ein veganes Proteinpulver ohne Schwächen: Ein Chemical Score von 137 ist genauso stabil wie ein Proteingehalt von 70 %. Mit beiden Werten braucht sich das Proteinpulver von nu3 nicht zu verstecken. Im Gegenteil! Der Herstellungsort Deutschland garantiert die Einhaltung höchster Qualitätsstandards. Dazu sorgen ingsesamt vier Geschmacksrichtungen (Schokolade, Vanille, Cookies-Cream und Erdbeere) für Abwechslung.

nu3 Vegan Protein 3K, Schokolade, Pulver, 1000 g
  • 21 g pflanzliches Protein pro Shake
  • Höchste Proteinqualität
  • Vollständiges Aminosäureprofil
  • Ohne Zucker und künstliche Aromen

 

Produktdetails
19,99 €
(19,99 € / 1 kg)
Inkl. MwSt. / zzgl. Versandkosten

Ab einem Bestellwert von 50 € versenden wir in ganz Österreich kostenlos. Bis 49 Euro berechnen wir 4,95€ für Verpackung und Versand.

Kundenerfahrungen mit dem Preis-Leistungs-Sieger im Vegan Protein Test

★★★★★


Zufrieden


Mir schmeckt das Proteinpulver und zwar sowohl in Vanille als auch in Schoko Geschmack. Vor allem als Shake mit Hafermilch gefiel mir Schoko sehr. Ich habe auch leckere Brownies mit Zugabe des Pulvers backen können. Ich persönlich bin sehr zufrieden.

Susu

★★★★★


Super lecker


Da ich leider auf Milchprodukte reagiere und es leider nicht die Laktose ist, musste ich zwangsläufig auf Veganes Protein umsteigen. Na ein paar nicht so leckeren Erfahrungen auf das hier gestoßen. Super lecker im Geschmack und war schön cremig. Werde ich bei bleiben!!

Sebastian

★★★★★


Bestes Preis-Leistungsverhältnis


Seit langem mein Favorit unter den veganen Proteinshakes. Schmeckt gut und bietet genau, was man braucht zum Muskelaufbau. Paar mehr Sorten fänd ich noch toll. Ansonsten super!!!

Daniel

★★★★★


Top, besser als erwartet!


Ich hatte schon häufiger vegane Proteine. Bisher ist dieses eindeutig das beste! Ohne unnötige Zusatzstoffe oder ähnlichen Kram. Die Verträglichkeit ist sehr gut! […] Die Löslichkeit ist gut, und das sandige Gefühl von pflanzlichen Eiweißshakes tritt nicht auf. Sehr zufrieden!

Niklas

Vegane Proteinpulver gibt es nicht nur als Mischungen verschiedener Proteinsorten. Es sind auch viele Pulver mit nur einer Komponente erhältlich. Zwar reichen diese Pulver von der Proteinqualität in der Regel nicht an Mehrkomponenten-Proteine heran und haben daher nicht um den hier vergebenen Titel „Bestes veganes Proteinpulver“ mitgespielt. Dafür können sie mit eigenen Charakteristika punkten: So beinhaltet beispielsweise Hanfprotein auch viele Ballaststoffe. Oder Kürbiskernprotein: Es liefert nicht nur Protein, sondern auch hochwertige Fette. Schließlich haben vegane Einkomponenten-Proteine auch noch oft deutliche Geschmacksnoten, was sie zu prima Zusätzen zu Gemüse-Smoothies oder Suppen macht. Hier einige weitere vegane Proteinpulver im Portrait:

Reisprotein

Reisprotein wird aus dem vollen Reiskorn gewonnen. Als eine pflanzliche Eiweißalternative ist es die beste Eiweißquelle für Menschen, die vegane Eiweißformen bevorzugen, aber Soja nicht vertragen. Die biologische Wertigkeit liegt zwischen 70-80.

Wie gesund ist Reisprotein?

Reisprotein ist reich an den sogenannten BCAA, den wertvollen verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin sowie zusätzlich besonders reich an Arginin. Pflanzliche Eiweiße wie Reisprotein sind besonders dazu geeignet, die Eiweißversorgung im Rahmen einer bewussten Ernährung sicherzustellen.

Wie wirkt Reisprotein?

Reisprotein führt dem Körper das gesamte Spektrum der essentiellen Aminosäuren zu und versorgt ihn mit Eiweiß als Baustoff unter anderem für Knochen und Muskeln. Reisprotein ist sehr gut verdaulich.

Wann sollte man Reisprotein nehmen?

Im Zusammenhang mit Kraftsport wird die Einnahme von Reisprotein nach dem Training empfohlen.

Wie verwendet man Reisprotein?

Wasser und Reismilch sind ideale Flüssigkeiten zur Vermischung mit Reisprotein. Etwa 20 g Proteinpulver täglich wird für nichtsportliche Erwachsene und 2 x 20 g Proteinpulver bei Kraftsport empfohlen.

Was ist Reisprotein-Isolat?

Reisprotein-Isolat hat einen besonders hohen Eiweißanteil von über 80 %.

nu3 Reisprotein, Pulver, 1000 g
  • Reispulver mit über 80 % Proteingehalt
  • 24 g Eiweiß pro Portion
  • Ideal für vegane Proteinshakes

 

Produktdetails
16,99 €
(16,99 € / 1 kg)
Inkl. MwSt. / zzgl. Versandkosten

Ab einem Bestellwert von 50 € versenden wir in ganz Österreich kostenlos. Bis 49 Euro berechnen wir 4,95€ für Verpackung und Versand.

Hanfprotein

Hanfprotein stellt eine weitere pflanzliche Proteinquelle dar. Es wird aus dem Hanfsamen gewonnen und deckt das gesamte Spektrum der essentiellen Aminosäuren ab. Seine biologische Wertigkeit liegt um 65.

Wie gesund ist Hanfprotein?

Es ist reich an BCAA und überzeugt durch weitere wertvolle Nährstoffe wie Vitamine, wertvolle Fettsäuren und Mineralstoffe. Hanfprotein gilt als besonders verträglich. Pflanzliche Eiweiße wie Hanfprotein sind besonders dazu geeignet, die Eiweißversorgung im Rahmen einer bewussten Ernährung sicherzustellen. Die gilt auch für nicht sportliche Menschen.

Wie wirkt Hanfprotein?

Hanfprotein kann den Organismus mit Eiweiß versorgen.

Wann sollte man Hanfprotein nehmen?

Hanfprotein sollte nach dem Training oder über den Tag verteilt eingenommen werden. Viele Anwender schwören auch auf eine Einnahme am Abend.

Wie verwendet man Hanfprotein?

Es werden um 20 g Hanfprotein täglich für nicht sportlich aktive Erwachsene und 2 x 20 g Hanfprotein für sportliche Menschen empfohlen. Wasser und Hanfmilch sind ideal zur Einnahme.

Was ist Hanfprotein-Isolat?

Hanfprotein-Isolat ist besonders eiweißreich und innerhalb der Hanfprotein-Produkte besonders gut für den Organismus verwertbar.

-27%
nu3 Bio Hanfprotein, Pulver

nu3 Bio Hanfprotein, Pulver, 500 g
  • Vegan und glutenfrei
  • Hoher Ballaststoffgehalt (21 %)
  • Hoher Proteinanteil (50 %)

 

Produktdetails
UVP: 14,99 € 10,99 €
(21,98 € / 1 kg)
Inkl. MwSt. / zzgl. Versandkosten

Ab einem Bestellwert von 50 € versenden wir in ganz Österreich kostenlos. Bis 49 Euro berechnen wir 4,95€ für Verpackung und Versand.

Erbsenprotein

Erbsenprotein-Isolat wird aus Erbsen gewonnen und mit einem wasserbasierten Verfahren konzentriert.

Wie gesund ist Erbsenprotein?

Erbsenprotein hat ein Aminosäureprofil, das es zu einer super Ergänzung zu anderen pflanzlichen Proteinpulvern macht. Insbesondere in Kombination mit Reisprotein sorgt Erbsenprotein für eine hohe Wertigkeit (vgl. Kapitel zum Chemical Score).

Wie wirkt Erbsenprotein?

Erbsenprotein trägt zum Aufbau und zum Erhalt von Muskulatur bei.

Wann sollte man Erbsenprotein nehmen?

Shakes mit Erbsenprotein können nach dem Training oder zu jedem anderen Zeitpunkt getrunken werden.

Wie verwendet man Erbsenprotein?

Man schüttet 30 g Erbsenprotein in 150 bis 200 g Wasser und mischt alles in einem Shaker gut durch. Prinzipiell kann das Pulver auch mit jeder anderen Flüssigkeit gemischt werden, beispielsweise mit Soja- oder Hafermilch.

Was ist Erbsenprotein-Isolat?

Erbsenprotein-Isolat ist besonders eiweißreich.

Weitere pflanzliche Proteinquellen: Sojaprotein und Co.

Shakes aus Kürbiskernprotein-Pulvern sind beliebte vegane Eiweißlieferanten

Es gibt noch einige andere vegane Proteinpulver, die wir hier nur kurz nennen wollen:

  • Sojaprotein
  • Kürbiskernprotein
  • Sonnenblumenkernprotein
  • Lupinenprotein

Was sind die besten veganen Eiweißquellen?

Beim Sieger des Vegan Protein Test enthalten: Erbsenprotein

Es gibt jede Menge veganer Eiweißquellen, denn Eiweiß ist in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten – wenn auch teilweise in geringen Mengen. Schaut man sich gezielt nach veganen Lebensmittel mit viel Eiweiß um, so landet man unweigerlich zuerst bei Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen, Linsen). Nüsse, Kerne und Samen beinhalten ebenfalls viel Eiweiß. Vollkorngetreideprodukte bestehen zwar zum überwiegenden Teil aus Kohlenhydraten, liefern aber auch noch nennenswerte Eiweißmengen.

Von allen pflanzlichen Proteinen weisen Kartoffeln zwar die höchste Proteinqualität auf, allerdings beinhalten Kartoffeln in der Menge nur wenig Eiweiß. Der erste Preis für die beste pflanzliche Eiweißquelle geht daher an die Sojabohne, deren Protein fast so hochwertig ist wie das der Kartoffel, die aber darüber hinaus auch viel Protein beinhaltet. Man kann also sagen: Soja-Proteinpulver ist unter den Einkomponenten-Proteinen das beste pflanzliche Eiweißpulver. Doch bei Soja gibt es ein Problem: Viele Menschen reagieren darauf allergisch. Die veganen Mehrkomponenten-Proteinpulver in unserem Test enthalten daher kein Sojaprotein.

Woraus bestehen die veganen Proteinpulver im Test?

In den veganen Proteinpulvern in unserem Test stecken mehrere Proteinquellen: Getreide (Reis), Hülsenfrüchten (Erbsen), Samen (Hanf bzw. Chia) und in einem Fall Goji-Beeren. Bei den Pulvern in unserem Test handelt es sich also um vier vegane Mehrkomponenten-Proteine, also Produkte, die mehrere pflanzliche Eiweißquellen enthalten.

Gegenüber veganen Eiweißpulvern mit nur einem pflanzlichen Grundstoff wie beispielsweise Hanf, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Reis oder Erbsen haben Mehrkomponenten-Proteinpulver einen großen Vorteil: Sie sind in der Regel so zusammengestellt, dass die Proteinqualität des Pulvers, die u. a. durch den sogenannten Chemical Score angezeigt wird, die der enthaltenen Einzelproteine weit übertrifft.

Was bringen vegane Proteinpulver?

Besonders interessant für alle, die vegan Muskeln aufbauen wollen: Der Vegan Protein Test

Insbesondere viele Sportler haben einen erhöhten Eiweißbedarf, denn Eiweiß ist der Baustoff unserer Muskeln und diese müssen nach Belastungen repariert und verstärkt werden. Mitunter kann es schwer sein, diesen hohen Eiweißbedarf nur über „natürliche“ Lebensmittel zu decken. Hier helfen Proteinpulver und andere eiweißhaltige Produkte.

Für Veganer stellt sich die Protein-Situation noch einmal spezieller dar, denn mit Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten fallen Lebensmittel weg, die viel Protein und hauptsächlich Protein enthalten. Wer auf tierische Lebensmittel verzichtet, muss sich sein Eiweiß vor allem über Hülsenfrüchte und Nüsse und Kerne holen. Beide Lebensmittelgruppen liefern aber zusätzlich noch viele Kohlenhydrate (Hülsenfrüchte) bzw. Fette (Nüsse und Kerne). Das bedeutet, dass insbesondere drei Gruppen von Veganern von Eiweißpulvern deutlich profitieren können:

  • Vegane (Kraft)Sportler, die einen überdurchschnittlich hohen Eiweißbedarf haben, ihre Fett- oder Kohlenhydratzufuhr aber moderat halten wollen bzw. ihren Eiweißbedarf allein durch natürliche Nahrungsmittel nur schwer decken können.
  • Menschen, deren Ernährung nicht nur vegan ist, sondern sich auch in Richtung Low Carb orientiert, etwa weil sie eine entsprechende Diät machen. Vegane Mehrkomponenten-Eiweißpulver enthalten meistens nur wenige Carbs.
  • Alle, die zwar vegan leben, aber nicht dauernd Variationen von Hülsenfrüchte oder Tofu essen wollen und ihren Eiweißbedarf lieber mittels Shakes decken, um sich bei den Mahlzeiten auf nicht so proteinreiche Lebensmittel konzentrieren zu können.

Was ist das Qualitätskriterium Chemical Score (CS)?

Eiweiß variiert in seiner Wertigkeit je nach Art (Milchprotein, Eiprotein, Weizenprotein usw.). Um die Wertigkeit von Nahrungsproteinen zu ermitteln, gibt es verschiedene Ansätze. Einer ist es, den Chemical Score auszurechnen. Dafür wird geprüft, wie viel von bestimmten Aminosäuren in einem Lebensmittel enthalten ist. Jeden einzelnen Wert setzt man dann ins Verhältnis zu einem Referenzprotein, von dem annimmt, dass es eine optimale Zusammensetzung für den menschlichen Organismus hat.

Früher ging man davon aus, dass ein Hühnerei die optimale Aminosäurestruktur für den Menschen besitzt, darum erklärte man es zum Referenzprotein. Später fand man dann heraus, dass es noch bessere Strukturen gibt. Mittlerweile orientiert man sich bei Berechnung des Chemical Scores an Referenzproteinen, die von FAO und WHO vorgegeben werden (wir haben für den Test FAO/WHO-Werte aus dem Jahr 1985 benutzt).

Für den Chemical Score ist entscheidend, von welcher einzelnen Aminosäure relativ zum Referenzprotein am wenigsten enthalten ist. Diese Aminosäure bezeichnet man als „limitierend“, denn sie allein bestimmt, wie viel Protein der Körper aus dem Nahrungsprotein bilden kann: Ist von der limitierenden Aminosäure nur wenig in einem Lebensmittel enthalten, nützt es auch nichts, wenn von allen anderen Aminosäuren sehr viel enthalten ist.

Werte über 100 zeigen an, dass die Menge der limitierenden Aminosäure im untersuchten Nahrungsprotein höher ist als die Menge der entsprechenden Aminosäure im Referenzprotein, sodass mit dem untersuchten Nahrungsprotein (theoretisch) mehr körpereigenes Protein gebildet werden kann als mit derselben Menge des Referenzproteins. Das untersuchte Nahrungsprotein ist in diesem Fall hochwertiger als das Referenzprotein. Man muss sich allerdings vor Augen halten, dass die unterschiedliche Verdaulichkeit von Nahrungsproteinen beim Chemical Score außen vor bleibt.

Verallgemeinernd kann man sagen, dass tierische Proteine höhere Chemical Scores erreichen als Eiweiß aus pflanzlichen Quellen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn durch die geschickte Kombination verschiedener Proteinarten kann man auch mit rein pflanzlichen Proteinen Wertigkeiten erzeugen, die denen tierischer Quellen in nichts nachstehen. Genau das machen vegane Mehrkomponenten-Proteinpulver.