Neurotransmitter

Was sind Neurotransmitter?

Neurotransmitter sind biochemische Moleküle, die von Nervenzellen ausgeschüttet werden. Sie fungieren zwischen den Nervenzellen als Überträgersubstanzen und leiten auf diese Weise Reize weiter.

Neurotransmitter-Funktion an Synapsen

Läuft ein elektrischer Nervenimpuls (Aktionspotential) in eine Synapse ein, die die Verbindung zwischen zwei Nervenzellen darstellt, werden aus den Vesikeln der vorangegangenen Nervenzelle Neurotransmitter in den Zwischenraum der beiden Nervenzellen (synaptischer Spalt) ausgeschüttet. Dort binden sich die Neurotransmitter an die Rezeptoren der zweiten Nervenzelle, sodass das einst elektrische Signal in ein chemisches Aktionspotential umgeformt wird und auf die anliegende Nervenzelle übertragen werden kann. Nachdem die Neurotransmitter ihre Aufgabe erfüllt haben, werden sie schnell durch Enzyme abgebaut oder recycelt und wiederverwendet.

Einteilung der Neurotransmitter

Neurotransmitter können nach ihren chemischen Eigenschaften in Monoamine (z. B. Adrenalin, Dopamin, Melatonin), Neuropeptide (z. B. Endorphine, Somatostatin) und Aminosäuren (z. B. Gamma-Aminobuttersäure) eingeteilt werden und die unterschiedlichsten Reaktionen im menschlichen Organismus auslösen. Während die Ausschüttung von Adrenalin beispielsweise den Blutdruck und die Herzfrequenz erhöht, wirken Endorphine analgetisch, also schmerzlindernd bzw. -unterdrückend. Melatonin wiederum reguliert den Tag-Nacht-Rhythmus eines Menschen und GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist in der Lage, inhibitorisch an Synapsen zu wirken, sodass die Weiterleitung von elektrischen Reizen gehemmt wird.

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