Inulin

Alternative Bezeichnungen: Alantstärke, Alantin, Polyfructose

Was ist Inulin?

Inulin ist ein stärkehaltiges Reservekohlenhydrat aus zahlreichen Fructosemolekülen. Die spezifischen Pflanzenarten, die in der Lage sind Inulin zu bilden, werden dabei als Korbblüter bezeichnet. Zu ihnen gehören unter anderem Chicoree, Endivie, Artischocken und Schwarzwurzel.

Verwendung von Inulin

Ernährungsphysiologisch stellt Inulin einen Ballaststoff und ein Präbiotikum dar, wobei es als unverdaulicher Nahrungsbestandteil im Dünndarm zuerst die Darmmobilität verbessert und anschließend im Dickdarm gesundheitsfördernden Darmbakterien als Nahrungsbestandteil dient.

Neben der Funktion als Ballaststoff und Präbiotikum soll Inulin auch die sensorische Qualität von Nahrungsmitteln verbessern. In der Lebensmittelindustrie findet es deshalb als Zucker- und Fettaustauschstoff Anwendung und wird unter anderem kalorienreduzierten Schokoladen und Cremes zugesetzt. Auch in fettreduzierten Wurstwaren kann Inulin die Eigenschaften der Textur verbessern. Da Inulin den Blutzuckerspiegel im menschlichen Organismus nicht erhöht, kann es bei der Zubereitung bestimmter Gerichte besonders Diabetikern als Stärkeersatz dienen.

Zufuhrempfehlungen für Inulin

Erwachsene sollten eine tägliche Zufuhr von fünf Gramm Inulin nicht überschreiten, um gastrointestinale Nebenwirkungen wie Blähungen zu vermeiden. Dabei ist zu beachten, dass die individuelle Toleranzschwelle für Inulin von den Empfehlungen abweichen und so mehr oder weniger Inulin vertragen werden kann.

 

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