Beta-Carotin

Was sind Carotinoide?

Carotinoide sind die fettlöslichen Farbpigmente (gelb-rot und dunkelgrün) vieler Pflanzen. Derzeit werden rund 700 verschiedene Carotinoide unterschieden, von denen das bekannteste das beta-Carotin ist. Es kommt vor allem in gelben und roten Obst- und Gemüsesorten vor und macht einen Anteil von 15 bis 30 Prozent der Carotinoide aus, die im Blutserum nachweisbar sind. Beta-Carotin gehört ebenso wie alpha-Carotin und Lycopin zu den sauerstofffreien Carotinoiden. Xanthophylle (z.B. beta-Cryptoxanthin, Lutein, Zeaxanthin) gehören hingegen zu den sauerstoffhaltigen Carotinoiden.

Wirkung und Funktion von Carotinoiden

Etwa zehn Prozent aller Carotinoide besitzen einen beta-Iononring, was ihnen einen Provitamin-A-Charakter verleiht. Carotinoide wie alpha- und beta-Carotin fungieren deshalb als Vorstufen von Vitamin A, das unter anderem zur Erhaltung normaler Sehkraft beiträgt und eine Funktion bei der Zellspezialisierung hat. Des Weiteren haben viele Carotinoide, insbesondere das beta-Carotin, eine Wirkung als Antioxidantien.

Carotinoidbedarf und -Zufuhrempfehlungen

Da die Datenlage zur Zufuhr von allen Carotinoiden noch nicht eindeutig geklärt ist, erließ die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nur Empfehlungen für beta-Carotin. Demnach sollten Männer täglich sechs Milligramm und Frauen fünf Milligramm beta-Carotin aufnehmen. Diese Empfehlungen richten sich nach dem optimalen Plasmaspiegel von über 0,4 µmol/l beta-Carotin.

Carotinoide in Nahrungsmitteln

Carotinoide kommen sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln (Milch, Eigelb) vor. In Obst und Gemüse ist der Carotinoidgehalt unter anderem von dem Reifezustand, der Lagerung und Verarbeitung der Frucht abhängig. In der Regel werden Carotinoide aus Nahrungsmitteln besser aufgenommen, wenn diese zuvor erhitzt wurden, da die Carotine oder Xanthophylle dann besser bioverfügbar sind. Bei Xanthophyllen sollte jedoch beachtet werden, dass sie empfindlich gegenüber Hitze sind.

Während alpha- und beta-Carotin vor allem in erhitzten Karotten (9800/ 3700 µg/100 g) enthalten sind, findet sich Lycopin hauptsächlich in Tomaten (3100 µg/100 g) wieder. Die Xanthophylle Lutein und Zeaxanthin sind dagegen besonders in erhitztem Spinat (12600 µg/100 g) vertreten.

Carotinoidmangel und -supplementierung

Symptome eines Carotinoidmangels sind derweilen nicht bekannt. Eine Unterversorgung an beta-Carotin und anderen Provitamin-A-Formen kann sich jedoch negativ auf den Vitamin-A-Status eines Menschen auswirken. Interventionsstudien unter Rauchern zeigten, dass bei hoher Aufnahme von beta-Carotin das Lungenkrebsrisiko sogar erhöht wurde. Raucherinnen und Rauchern wird daher von der Einnahme hoch dosierter beta-Carotin-Supplemente abgeraten.


Dieser Artikel dient ausschließlich zu Ihrer Information, stellt keine produktbezogenen Aussagen dar und dient keinem werblichen Zweck. Unsere Beiträge werden auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ständig aktualisiert.