Apfelbeere

Alternative Bezeichnungen: Aronia, Aroniabeere

Botanische Bezeichnung: Aronia arbutifolia, auch Aronia melanocarpa

Was ist die Apfelbeere?

Die Apfelbeere, vor allem als Nahrungsergänzung bekannt unter dem Namen Aronia, wächst an sommergrünen Sträuchern, die zur Familie der Rosengewächse zählen. Die Blüten sind reinweiß, bevor sich daraus runde, violett-schwarze Früchte bilden. Apfelbeeren haben einen Durchmesser von 0,5 bis 1,2 cm, und sie sind häufig von einer Wachsschicht überzogen. Von August bis Oktober können sie geerntet werden. Dabei weist die reife Frucht ein intensiv rot gefärbtes Fruchtfleisch mit einem süß-säuerlichen bis herben Geschmack auf.

Apfelbeeren sind hinsichtlich der Vegetation und Bodenbeschaffenheit nicht anspruchsvoll. Somit können sie in der Regel auch im eigenen Garten gut gedeihen. Dennoch ist die Apfelbeere in Deutschland noch nicht annähernd so bekannt wie andere Beerenarten. Mit ihrem Gehalt an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen liegen Apfelbeeren allerdings weit über dem der meisten einheimischen Beeren.

Geschichte und Vorkommen der Apfelbeere

Die Apfelbeere hat ihren Ursprung in Nordamerika. Die dortigen Ureinwohner kannten diese Pflanze schon sehr lange, und sie sprachen der Frucht eine große Heilwirkung zu. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie nach Russland gebracht, wo sie erstmals zur obstbaulichen Nutzung verwendet und seit Mitte des 20. Jahrhunderts im großen Umfang kultiviert wurde. Von dort verbreitete sie sich in weite Teile Osteuropas, nach Skandinavien und auch nach Deutschland. Hierzulande werden Apfelbeeren heute zum Großteil in Sachsen angebaut. Zu kaufen sind sie zumeist als frische oder getrocknete Früchte, in Form von Säften, Joghurt, Marmeladen und Likören sowie als Kapseln mit dem Extrakt der Apfelbeere zum Zweck der Nahrungsergänzung, meist im Zusammenhang mit dem Thema Anti-Aging.

Inhaltsstoffe und Wirkung der Apfelbeere

Die Apfelbeere verfügt über einen hohen Gehalt an den Vitaminen C, Vitamin E, Folsäure sowie an Beta-Carotin (Provitamin A). Die Vitamine C und E zeichnen sich dabei dadurch aus, dass sie bei einer täglichen bedarfsgerechten Zufuhr dazu beitragen, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Folsäure, auch Vitamin B9 genannt, trägt bei ausreichender Aufnahme zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Außer den drei genannten Vitaminen kann die Apfelbeere auch mit zahlreichen Mineralstoffen und Spurenelementen, wie Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Zink, aufwarten. Bei einer täglichen ausreichenden Zufuhr trägt Calcium beispielsweise neben der Erhaltung normaler Zähne und Knochen zu einer normalen Blutgerinnung bei; Eisen zum normalen Sauerstofftransport im Körper sowie zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin. Darüber hinaus enthält die Apfelbeere einen großen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen.


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